Oralchirurgie
In
der Praxis steht ein moderner Behandlungsraum mit spezieller Zusatzausstattung
für Operationen zur Verfügung. Digitales Röntgen und Digitale-Volumen-Tomographie
(3D-Röntgen) ermöglichen genaueste Bestimmung der Kieferverhältnisse
im Operationsgebiet und geben damit größtmögliche Sicherheit in
Diagnostik und Durchführung der chirurgischen Eingriffe.
Auf Wunsch können sämtliche Operationen in Vollnarkose in der
Praxis durchgeführt werden. Der Anästesiologe (Narkosearzt), Herr
Dr. Jacek Rastawicki, betreut unsere Patienten während der Behandlung.
Informieren Sie sich hierüber auch unter dem Menüpunkt "Anästhesie".
Weisheitszahn-Entfernung
Der Weisheitszahn ist der dritte Zahn der Backenzähne und liegt
in der Mundhöhle am weitesten hinten. Es ist derjenige Zahn, der
in der Wachstumsphase als letzter Zahn gebildet wird. Seine Entwicklung
ist häufig erst im Erwachsenenalter abgeschlossen. Bei den meisten
Menschen reicht der Platz im Kiefer für die Weisheitszähne nicht
aus, so dass sie sich häufig nicht korrekt in die Zahnreihe einordnen
können. Die Zähne bleiben dann ganz oder teilweise im Kiefer eingeschlossen,
man bezeichnet diesen Zustand als "retiniert" (zurückgehalten).
Dieses Problem betrifft bis zu 80 % der jungen Erwachsenen. Verbleibende
Weisheitszähne können den Zahnhalteapparat der benachbarten Zähne
auf Dauer erheblich schädigen, zu Zahnfehlstellungen oder zu Entzündungen
führen.
Für die Entfernung von Weisheitszähnen ist im Allgemeinen eine
ambulante Behandlung in örtlicher Betäubung ausreichend. Sie kann
pro Kieferhälfte erfolgen oder alle vier Zähne in einer Sitzung
umfassen. Bei der Weisheitszahnentfernung wird grundsätzlich angestrebt,
sämtliche Anteile eines Zahnes zu entfernen. Eine sorgfältige
Röntgendiagnose und Aufklärung geht der Behandlung voraus.
Kieferzysten-Entfernung
Kieferzysten sind durch entzündliche Prozesse entstanden Hohlräume
im Kieferknochen. Der Hohlraum wird von einer dünnen Haut ausgekleidet,
dem Zystenbalg. Zysten gehen fast immer von einem abgestorbenen
Zahn aus, sog. radikuläre Zysten. Das Wachstum der Zyste ist schmerzlos
und wird vom Patienten nicht bemerkt. Beschwerden treten erst
spät auf, wenn sich der Zysteninhalt infiziert und sich Eiter
bildet. In manchen Fällen entsteht auch eine sog. Fistel, d.h.
ein kleiner Gang an die Oberfläche, durch den sich Zysteninhalt
entleert. Entdeckt werden Zysten meist nur durch Röntgenaufnahmen.
Der durch die Zyste im Kiefer entstehende Hohlraum kann dazu führen,
dass der betroffene Zahn sich lockert, da die Wurzel den Halt
im Kiefer verliert. Sind Zähne ohne erkennbaren Grund gelockert,
sollte unbedingt ein Röntgenbild angefertigt werden.
Bei der operativen Entfernung der Zyste muss der Zystenbalg gründlich
entfernt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sich eine neue
Zyste bildet. Der entstandene Hohlraum wird ggf. mit einem synthetischen
Knochenersatzmaterial gefüllt, damit sich neuer Kieferknochen
bilden kann. Dies ist für die Stabilität des betroffenen Zahnes
wichtig. Bei der chirurgischen Zystenentfernung ist eine örtliche
Betäubung meist ausreichend. Große Zysten können sich über mehrere
Nachbarwurzeln ausbreiten und können ggf. nur unter Vollnarkose
entfernt werden, da das Zystengewebe sehr schmerzempfindlich ist.
Jeder Zystenbalg wird aus Sorgfaltsgründen nach seiner Entfernung
feingeweblich (histo-pathologisch) im Klinikum Coburg untersucht,
um über Inhalt, Beschaffenheit und Prognose informiert zu sein.
Wurzelspitzenresektion
Die sog. Wurzelspitzenresektion kann erforderlich werden, wenn
sich an der Wurzel eines Zahnes eine Entzündung gebildet hat,
die durch eine Wurzelbehandlung (also durch die Wurzel hindurch)
nicht mehr beseitigt werden kann. Die Resektion der Wurzelspitze
ist dann meist die einzige Maßnahme, die den Zahn erhalten kann.
Im Röntgenbild ist erkennbar, welche Ausdehnung ein entzündlicher
Prozess an der Wurzel hat. Bei kleineren Entzündungen kann meistens
durch die Wurzel hindurch ein Medikament eingebracht werden, welches
eine Ausheilung der Entzündung bewirkt. Ab einer gewissen Größe
der Entzündung funktioniert das nicht mehr. Der Zahnarzt entfernt
dann den Entzündungsherd. Die Wunde wird entweder direkt vernäht,
oder es wird bei größeren Knochendefekten um die Wurzel herum
ein Knochenersatzmaterial eingebracht, damit der entstandene Hohlraum
durch neuen Knochen und nicht durch Bindegewebseinlagerung ausheilen
kann. Das ist wichtig für die spätere Stabilität des betroffenen
Zahnes. Der Eingriff kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt
werden.
Für alle Fragen in Zusammenhang mit oralchirurgischen Eingriffen
stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Ihr Zahnarzt Dr. Michael Pampel
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